Wald- und Forstwirtschaft

Die Wald- und Forstwirtschaft beschäftigt vor allem den Hofbauern Hubert. Mit den insgesamt 122 ha Fläche ist der Staufenhof einer der größeren Höfe im Schwarzwald und wird auch heute noch im Vollerwerb betrieben. Seit mehreren Jahrhunderten stellt der Wald die Haupteinnahmequelle unseres Schwarzwaldhofs dar. Früher stand das Herstellen von Holzkohle im Vordergrund. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Bewirtschaftung immer wieder geändert. Unser hauptsächlich in Naturverjüngung gewachsene Wald besteht aus Fichten, Tannen, Eichen, Buchen, Douglasien und anderen Gehölzen. Das Langholz, das geschlagen wird findet Einsatz in der Bauwirtschaft, schwaches Holz in der Industrie, als Papier und Palettenholz. Vermarktet wird hauptsächlich über die Forstbetriebsgemeinschaft. Zusätzlich fällt Brennholz an, das direkt an Privatpersonen verkauft wird.

Einen Teil des Holzes wird zu Hackschnitzeln gehäckselt, mit denen dann unsere moderne Hackschnitzelheizung für alle Gebäude des Hofes betrieben wird. Es ist selbstverständlich, dass unser Bauernwald nachhaltig und im Einklang mit der Natur bewirtschaftet wird und immer nur die Holzmenge entnommen wird, die auch nachwächst. In der heutigen Zeit ist es mehr denn je eine große Herausforderung, den klimatischen Veränderungen zu trotzen und mit der Wahl der richtigen Baumarten einen zukunftsfähigen Wald wachsen zu lassen.

Der Wald hat jedoch nicht nur die Nutz-Funktion, wie dies in der Forstbranche genannt wird, d.h. den finanziellen Aspekt. Es gibt außerdem die Schutz-Funktion wie Hangschutz und nicht zuletzt die Erholungs-Funktion für alle Besucher. Außerdem ist Wald natürlich auch Lebensraum für Tiere. Das Bemühen, all diesen Funktionen gerecht zu werden, ist für Waldbauern eine ganz selbstverständliche Tätigkeit, so wurde es seit Generationen gehalten, so ist es Tradition. Besonders in der heutigen, industrialisierten Welt ist diese Arbeitsphilosophie hoch aktuell.

Die landwirtschaftliche Fläche beträgt 22 ha. Eine wichtige und herausfordernde Arbeit ist das Offenhalten der kräuterreichen Wiesen rund um den Bauernhof. Sie dienen hauptsächlich zum Grasen für die 5 Mutterkühe mit ihren Kälbern, für die 5 Pferde und zur Heugewinnung für den Winter. Zudem baut Sohn Tobias auf verschiedenen Äckern Futtergetreide für die Tiere, sowie Kartoffeln und Heidelbeeren für den Eigenbedarf und zur Vermarktung an. Auch hier ist es oberste Priorität, nachhaltig,  im Einklang mit der Natur zu bewirtschaften und die Artenvielfallt unserer einmaligen Kulturlandschaft zu pflegen und zu erhalten.

Zum Staufenhof gehört auch ein alter Bauerngarten, der von Rita liebevoll gepflegt und bearbeitet wird. Dort wachsen im Sommer Gemüse, Salate und Beeren heran, so dass wir uns zum großen Teil selbst versorgen können. Was nicht sofort gegessen werden kann wird erntefrisch zu allerlei Köstlichkeiten für den Winter verarbeitet. Die Kräuterschnecke steht auch den Besuchern des Hofs zur Verfügung. Gerne dürfen sich unsere Gäste an den frischen und duftenden Kräutern bedienen.